Samstag, 19. Mai 2012
Mittwoch, den 03. August 2011 um 09:39 Uhr

Demographischer Wandel: Warten Sie nicht - Gehen Sie die Herausforderung aktiv an!

Geschrieben von  Sven Löbel
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Bis zu fünf Millionen Arbeitskräfte werden in 15 Jahren in Deutschland fehlen – so lautet die Prognose des DIHK. Bundesweit hat demnach bereits jetzt jeder fünfte Betrieb Probleme, passende Fachkräfte für seine offenen Stellen zu finden. Manche Betriebe sind gezwungen, Aufträge abzulehnen, andere wiederum können normale Fluktuation nicht ausgleichen und schrumpfen ungewollt über mehrere Jahre bis hin zur Geschäftsaufgabe oder Verkauf des Betriebes. Die Situation wird sich nach Meinung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn noch verschärfen. Was können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) heute tun, um zukünftigen Problemen vorzubeugen?

Die Herausforderung liegt darin, die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber zu stärken. Da KMU bei den materiellen Bedingungen meist nicht mit Großunternehmen mithalten können, gilt es umso mehr die immateriellen Bedingungen attraktiv zu gestalten. So lassen sich zwei Ziele gleichzeitig verfolgen: Man ist für neue Mitarbeiter attraktiv und bestehende Mitarbeiter werden dauerhaft gebunden, ein Faktor, dem in Zukunft eine immer größere Bedeutung zukommen wird.

 

Mitarbeiter binden: Bei der Mitarbeiterbindung spielt Umfragen zufolge das Verhältnis zum direkten Vorgesetzten eine entscheidende Rolle. Daher liegt ein Erfolgsrezept in der Schulung der eigenen Führungskräfte. Führungskräfte müssen wissen, wie sie Mitarbeiter führen, motivieren und coachen können. Die Führungskraft hat auch bei der Gestaltung eines attraktiven Arbeitsumfelds viele Einflussmöglichkeiten. Sie kann durch abwechslungsreiche Tätigkeiten, Mitbestimmung, Gestaltungsfreiraum, Entwicklungsmöglichkeiten und ein gutes Arbeitsklima dafür sorgen, dass die Motivation stimmt und die Fluktuationsrate gleichzeitig gering bleibt.

 

Dem Fachkräftemangel verbeugen:


Mitarbeiterbindung stärken

•  Führungskräfte trainieren

•  Arbeitsbedingungen attraktiv gestalten

•  Entwicklungsmöglichkeiten (Karrierepfade) bieten


Potenziale nutzen

•  Ältere Arbeitnehmer durch Weiterbildung fit halten

•  Junge Leute qualifizieren

•  Vereinbarkeit von Beruf und Familie


 Attraktiv für neue Arbeitnehmer

•  Alternative Rekrutierungswege

•  Vorteile gezielt herausarbeiten

•  Marktforschung über gewünschte Arbeitgebermerkmale


Potenziale nutzen: Der Weiterbildung bestehender Mitarbeiter fällt eine entscheidende Rolle zu. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung wird es immer wichtiger werden, die  Arbeiternehmer fit zu halten, damit sie beschäftigungsfähig bleiben. Aber auch die Weiterbildung von jungen, schlechter qualifizierten Arbeitnehmern kann neue Ressourcen freisetzen. Weiterhin sind Unternehmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch flexible Lösungen ermöglichen, als Arbeitgeber attraktiv.

 

Attraktiv im Rekrutingprozess: Die meisten Unternehmen nutzen Anzeigen (Internet oder Print) auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Es gibt viele alternative Wege, um Kandidaten anzusprechen, die noch gar nicht aktiv auf der Suche sind. Veranstaltungen, Networking, Empfehlung von bestehenden Mitarbeitern sind nur einige Wege, die ebenfalls zum Erfolg führen können. Im Rekrutierungsprozess sollten KMU gezielt ihre Vorteile herausstellen: Attraktive Arbeitsplätze mit Gestaltungsfreiräumen, flachen Hierarchien, gezielter Weiterentwicklung und einem guten Arbeitsklima.

 

BEITRAINING® ist darauf spezialisiert, kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Personalentwicklung zur Seite zu stehen.

So werden wir fast immer gefragt, wie kleine mittelständische Betriebe an ausreichend viele gute Bewerbungen herankommt.

 

•  Womit haben Sie gute Erfahrungen gesammelt?

•  Haben kleine mittelständische Firmen überhaupt eine Chance gegen die Großen?

•  Was können kleine Firmen bieten, was große Unternehmen nicht bieten können?

•  Was sind Ihre kritischen Erfolgsfaktoren zu diesem Thema?

 

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns ins Gespräch zu kommen.

Zuletzt geändert am: Mittwoch, den 03. August 2011 um 09:57 Uhr

7 Kommentare

  • Kommentar Link Sven Löbel Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 15:07 Uhr Gepostet von Sven Löbel

    test2

  • Kommentar Link Sven Löbel Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 15:04 Uhr Gepostet von Sven Löbel

    test

  • Kommentar Link Sven Löbel Donnerstag, den 11. August 2011 um 17:00 Uhr Gepostet von Sven Löbel

    Sehr geehrter Herr Idler,
    vielen Dank für Ihren Beitrag. Ihre Ansichten sind sehr gut nachvollziehbar. Ein finanzieller Anreiz ist mit Sicherheit nur eine Facette von vielen, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden.
    Wichtig sind (wie im Artikel geäußert) viele andere Aspekte, die potentiellen Mitarbeitern die Attraktivität eines Unternehmens zeigen. Gute interne Bedingungen binden die vorhandenen Mitarbeiter, diese reden möglicherweise gut über das eigene Unternehmen, fühlen sich idealerweise mit dem Unternehmen verbunden, machen dadurch Werbung für das Unternehmen und werben u.U. gute neue Mitarbeiter aktiv an (Mitarbeiter finden). Wenn die Unternehmensleitung dann noch entscheidet, Mitarbeiter zusätzlich finanziell zu fördern (als i-Tüpfelchen), die das eigene Unternehmen bei der Personalsuche unterstützen, dann ist das sicherlich attraktiv. Würden dagegen die internen Bedingungen (z.B. das Betriebsklima) nicht stimmen, hätte der lediglich fürs Geld werbende Mitarbeiter nach kurzer Zeit unangenehmen Rechtfertigungsdruck gegenüber dem neu geworbenen Mitarbeiter, sobald dieser merkt, dass es mit den sonstigen Bedingungen nicht zum Besten steht. Hier sehe ich ein wirksames Regulativ.

  • Kommentar Link Michael Idler Mittwoch, den 10. August 2011 um 14:07 Uhr Gepostet von Michael Idler

    Geld ist nicht alles, denke ich und erlebe dies immer wieder. Auch mit Kontakten anderer Unternehmer. Mitarbeiterbindung erreicht man auf Dauer nicht übers Geld. Wenn man Werbeprämien zahlt kann es sein das es biliger ist im Jetzt. Aber wenn dann nach der Probezeit doch eine Unzufriedenheit einsetzt beim beworbenen Mitarbeiter? Was für Auswirkung im Betriebsklima, wemm dem so ist? Wie sind die Verhältmisse untereinander? Wieoft muss ich versuchen zu werben das ich selbst den Anreit des Geldes auf Dauer spüre? Bekomme ich dies Brutto? (Abzüge Sonderzahlungen) usw.

    Also denke Mitarbeiterbindung geht nicht oder am wenigsten über das Geld, denn der Gewöhnungseffekt ist zu schnell. Dafür kann man bessere Lösungen finden.

  • Kommentar Link Sven Löbel Samstag, den 06. August 2011 um 09:36 Uhr Gepostet von Sven Löbel

    Herzlichen Dank für den Beitrag, Frau Latscha! Vielleicht sollten wir über einen Workshop für Unternehmer aus Nagold und Umgebung nachdenken, der Ideen zusammenträgt und darauf abzielt, hiesige Firmen fit zu machen für dieses Thema. Es hängt jedoch davon ab, wie viel Resonanz wir auf diesen Artikel erhalten. Was meinen Sie?

  • Kommentar Link Yvonne Wilmes Mittwoch, den 03. August 2011 um 12:22 Uhr Gepostet von Yvonne Wilmes

    ...kanns das sein? Wenn nur das Geld der Anreiz ist, dann wäre das tatsächlich zu wenig. Auf der anderen Seite, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber nicht zufrieden sind, würden Sie dennoch Ihren Freunden diesen Arbeitgeber empfehlen, weil Sie dafür 2.000 EUR bekommen?

    Ich denke schön wäre, wenn der Arbeitgeber bei solchen "Entlohnungssystemen" auf die individuellen Belange des Mitarbeiters eingehen würde. Den einen motiviert Geld, einen anderen motiviert ein Wellness-Wochenende, einen dritten motiviert einen Tagesausflug mit seiner Familie?! Und da sehe ich auch den großen Vorteil für die kleineren Betriebe. Die sind viel flexibler als die Großen und können deshalb zielgerichtet belohnen. Und dann stehe ich doch hinter meinem Arbeitgeber - oder?

  • Kommentar Link Elke Latscha Mittwoch, den 03. August 2011 um 10:57 Uhr Gepostet von Elke Latscha

    Hallo zusammen,

    ich kenne ein mittelständisches Unternehmen mitten im Schwarzwald, dass Mitarbeitern 2000 EUR bezahlt, wenn diese einen Bekannten auf eine freie Stelle aufmerksam machen, dieser genommen wird und die Probezeit besteht. Billiger als viele anzeigen... Da ist Geld der Anreiz - weniger die große Zufriedenheit mit dem super Arbeitgeber - kanns das sein?

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